ad hoc Kompositionen
ad hoc Kompositionen versammelt provisorische Skulpturen, die um 2006 auf einem ehemaligen russischen Militärgelände entstanden. In einer Zeit, als die Kasernen noch als Lost Places zugänglich waren, wurden gefundene Accessoires, Möbelteile und Relikte aus der Zeit vor dem Eisernen Vorhang zu temporären plastischen Anordnungen zusammengefügt.
Die Arbeiten entstehen unmittelbar aus dem Ort und seinem Material. Gefundene Gegenstände werden nicht restauriert oder musealisiert, sondern in neue, fragile Ordnungen überführt. So treffen Improvisation, Formbewusstsein und historische Aufladung direkt aufeinander. Jede Skulptur bleibt vorläufig, spontan und zugleich präzise gesetzt.
Dadurch werden die ad hoc Kompositionen mehr als reine Fundstückarbeiten. Sie machen sichtbar, wie sich politische Geschichte, alltäglicher Gebrauch, Verfall und Erinnerung in Material einschreiben. Die Skulpturen stehen nicht außerhalb des Ortes, sondern wachsen aus seiner Nachgeschichte heraus.